Monatsarchiv: August 2012

Kurzinfo.

Moin!

Nachdem sich wordpress und Kasachstan anscheinend nicht vertragen, können wir leider keine Bilder hochladen. Wir sehen zu, dass wir das vielleicht in Kirgistan in den Griff bekommen.

Ist die Seite überhaupt noch da? Wie sieht sie aus? Wir können sie nämlich nicht sehen 🙂

Viele Grüße aus „the Big Apple“ Almaty,

Ani und Jo

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Aufbruch.

Nach Monaten nicht enden wollender Vorbereitungen ging es am 23. Juli 2012 nun endlich los….man nehme eine große Portion Autobahn A4 und fahren diese mit atemberaubender Mopsgeschwindigkeit (85 km/h) von Anfang bis Ende hinter Krakau. Höhepunkte: …keine. Und dann kam George. Ein durchgeknallter T3 Syncro Fan und Taxifahrer klopfte an unser Fenster und drückte uns seine Visitenkarte mit den Worten „If you have any problems, call me!!“ in die Hände. Und schwubbs war er wieder weg. Da der Björni (Bus) der Meinung war, vermutlich aus Sicherheitsgründen, eine Tropfenspur mit Getriebeöl von Deutschland nach China zu ziehen, haben wir George eingeschaltet und nach einer rasanten Fahrt durch Krakau-City verschwanden 5 extra Liter Getriebeöl in den Stauraum-Tiefen des Björnis. So tropften wir uns erstmal weiter Richtung China. Haben unserem treuen Gefährten aber gesagt, dass er das Tropfen entweder bleiben lässt oder in den „Genuss“ einer Werkstatt kommt, die ziemlich sicher mit zunehmender Entfernung von Deutschland an Qualität abnehmen wird. Er hat es nicht bleiben lassen.

Aber erstmal ging es trotzdem weiter Richtung Osten. Unsere erste „echte“ Grenze stand uns bevor…in die Ukraine. Nach kleinem erfolgreich abgewehrten Bestechungsversuch und 4 Stunden Warten hatten wir den Stempel im Pass und waren in der Ukraine. Wir waren gespannt. Die Ukraine, wo vermutlich jeder deutsche Tüv-Beamte die Hälfte aller Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen würde, wo man auf der Autobahn Pferdekutschen vollgepackt mit Heu, wo man kleinbäuerliche Landwirtschaft mit Uralt-Treckern neben agrargenossenschaftlichen Riesenaufmarsch sah, Sonnenblumenfelder bis zum Horizont und weiter und wo man überholt wird als ginge es darum, die Formel 1 zu gewinnen. Nach 2 anstrengenden Fahrtagen und 0,5 l Getriebeöl später haben wir einen Campingplatz in Kiev erreicht. Das mit dem Öl konnte so nicht weiter gehen. Also Werkstatt gesucht und Vladimir gefunden, ein genialer Mechaniker mit weißem Hemd (vor, während und NACH der Reparatur) der dank ein paar Englischkenntnissen mit uns zusammen den Simmerring ausgetauscht hat. So Björni, genug getropft J

Weiter gings. Auf der Suche nach Geld mussten wir einen Abstecher in ein gottverlassenes Nest machen, der uns auf der Rückkehr auf die Hauptstraße direkt hinter die Autos von 4 Holländern führte, die auf dem Weg in die Mongolei waren. Wir schlossen uns ihnen kurzerhand an und hatten einen wunderschönen Abend an einem kleinen See. Am nächsten Tag waren wir in Kharkiv, wo einer der Holländer schwubsdiwubs eine rote Ampel überfahren hat und von der Polizei gestoppt wurde. Er konnte die Polizei aber davon überzeugen, dass eine Rolle Menthos durchaus ein angebrachtes Zahlungsmittel ist. Während der Menthosverhandlungen, stieß Mikolai auf uns wartenden Rest der Gruppe, ein 28 jähriger Ukrainer, der gut englisch sprach und für den Tag Lust und Zeit hatte, uns die Stadt zu zeigen. Das absolute Tageshighlight war das EM-Fußball von Kharkiv, in dem es Mikolai irgendwie geschafft hat, uns durch den VIP-Eingang reinzuschleusen und wir den heiligen grünen Rasen berühren und auf dem Trainersessel Platz nehmen durften. 

Die Holländer reisten eigentlich in einer Gruppe von 10 Fahrzeugen mit 17 Leuten und abends stießen wir dann auf den Rest der Truppe und fuhren mit 11 Fahrzeugen also Richtung Russland. An der Grenze gab es dank Mega-Gruppe eine Sonderbehandlung und nach 3 unerwartet unkomplizierten Stunden hob sich der Schlagbaum und uns lag das weite Russland zu Füßen. Theoretisch 30 Tage Zeit für das größte Land der Erde. Aber wir begnügten uns mit einer 3 Tages-Expressversion in Richtung Kasachstan. Wie war Russland…hell, dunkel, hell, dunkel, hell und dazwischen undendlich viele Felder, Schlaglöcher, Straßen wie Flickenteppiche und zunehmendes Nichts, die Bäume werden weniger. Haben uns kurz vor Kasachstan wieder von den Holländern getrennt weil sie noch auf ein weiteres Fahrzeug warten wollten. Die Nervosität vor der kasachischen Grenze war völlig unbegründet, ohne Probleme konnten wir aus Russland ausreisen, fuhren durch 1 km Niemandsland und trafen auf eine gar nicht offiziell anmutende Grenzstation mit einer mit Rödeldraht zusammengehaltener Schranke. Keine Schlange, keine Bestechungsversuche, keine Schwierigkeiten….nach 1,5 Stunden mit netten Grenzbeamten deren asiatische Gesichtszüge nicht zu übersehen waren, tuckerten wir in dieses riesige Steppenland. Kaum hinter der Grenze umgab uns die unendliche Weite….und mitten drin fanden wir unseren ersten Schlafplatz in Kasachstan, mit aufgehendem Vollmond.

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